Nebenjob Steward/Stewardess: Dein Job als Flugbegleiter/Flugbegleiterin über den Wolken

Kategorie: Jobsuche

„Über den Wolken“, so sang einst Reinhard Mey, „muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen“, so geht es weiter, „bleiben darunter verborgen.“ Ob das wohl auch für die nächste Klausur gilt oder die Abschlussprüfung des Studiums? Eins ist sicher: Als Flugbegleiter/in bleiben zumindest deine Finanzsorgen am Boden. Mit diesem Job verdienst du nämlich eine ganze Menge. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum immer mehr Studenten als Stewards die Fluglinien stürmen.

Wenn auch du gerade überlegst, welcher Job wohl die ideale Ergänzung zu deinem Studium wäre, dann kann es Sinn machen, das Berufsbild des Flugbegleiters einmal unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn das nicht gerade der klassische Nebenjob ist, gibt es genügend attraktive Stellenangebote für Studenten, die einen zweiten Blick wert sind.

Wie läuft so eine Ausbildung zum Flugbegleiter eigentlich ab? Was sind deine klassischen Aufgaben an Bord? Gibt es Stärken, die du als Steward oder Stewardess unbedingt mitbringen solltest und vor allem: Welche Vorteile und Nachteile musst du beachten? Wenn du außerdem noch herausfindest, welche Rahmenbedingungen gelten, kannst du fundiert entscheiden, ob du dich in die Lüfte begibst oder lieber am Boden bleibst.

Die Ausbildung: Das erwartet dich vor dem Start

Im Gegensatz zu anderen Nebenjobs kannst du als Flugbegleiter nicht einfach anfangen. Die strengen Regeln und Sicherheitsvorschriften der Luftfahrt setzen eine mehrwöchige Ausbildung im Rahmen von Lehrgängen voraus. Je nach Arbeitgeber kann die Ausbildung von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern. 

Der Unterricht findet dabei nicht nur theoretisch im Klassenraum statt, sondern auch praktisch in Attrappen oder auf Kurzstreckenflügen. Nach einer erfolgreichen Ausbildung erhältst du von der Fluggesellschaft ein Zertifikat, mit dem du als Flugbegleiter arbeiten darfst. Wenn du also mit dem Gedanken spielst, als Steward oder Stewardess dein Studentensparschwein zu ernähren, solltest du ein bisschen Zeit einplanen, um es langfristig anzugehen.

Der Job als Flugbegleiter/Flugbegleiterin: Deine Aufgaben

Jeder, der schon einmal geflogen ist, konnte die Crew eines Flugzeugs in Aktion erleben. Allerdings steckt hinter den Aufgaben eines Stewards oder einer Stewardess noch mehr, als freundlich zu lächeln und eine makellose Uniform zu präsentieren. 

Die folgenden Aufgaben erwarten dich als Flugbegleiter/in nach deiner Ausbildung an Bord von jedem Flugzeug:

  • Vorbereitung der Kabine. Noch bevor ein einziger Gast an Bord ist, muss überprüft werden, ob alles in einem guten Zustand ist. Dazu gehört auch der Check der Essensportionen, die Vorbereitung des Servicewagens und die Überprüfung der Ausstattung jedes einzelnen Sitzplatzes.
  • Begrüßung der Passagiere. Jeder Gast möchte persönlich mit einem Lächeln begrüßt werden. Das hilft bei Flugangst und vermittelt Vertrauen in die Crew. Außerdem kannst du so Personen helfen, die Schwierigkeiten haben, ihren Sitzplatz zu finden.
  • Hilfe beim Gepäck. Gerade in Zeiten der Billiglinien wird immer mehr Handgepäck mit in den Innenraum gebracht. Alles muss sicher verstaut werden, damit bei etwaigen Turbulenzen keine Sicherheitsrisiken entstehen.
  • Vorbereitung auf Notfälle. Als Flugbegleiter bist du dafür verantwortlich, Sicherheitsvorkehrungen zu präsentieren. Dazu gehört die Nutzung der Sauerstoffmaske, das Finden der Notausgänge und im – unwahrscheinlichen – Fall einer Notlandung das Verlassen des Flugzeugs.
  • Service während des Flugs. Bereits erfahrene Kellner haben es hier ein wenig leichter. Denn auf engstem Raum mit Getränken und Speisen zu hantieren, während die Schlechtwetterfront mal wieder ihren Spaß hat, ist nicht gerade die einfachste Übung.
  • Durchsagen. Luftlöcher und schlechtes Wetter werden grundsätzlich mitgeteilt, damit die Passagiere sich anschnallen können. Aber auch die Begrüßung und Verabschiedung fallen in dein Aufgabengebiet.

Flugbegleiter: (K)ein Job für dich?

Nun weißt du ungefähr, was als Steward bzw. Stewardess an Bord eines Flugzeugs alles auf dich zukommen kann. Jetzt gilt es, herauszufinden, welche Stärken dir dabei helfen, diese Aufgaben ohne großen Aufwand zu meistern. Nur so lohnt sich die Ausbildung und du hast langfristig auch Freude an diesem Job!

 Kontaktfreude und Offenheit. Als Flugbegleiter hast du während deiner Schicht, die manchmal auch über 24 Stunden dauert, pausenlos mit Menschen zu tun. Auf engstem Raum. Schüchternheit ist da fehl am Platz. Wenn du dagegen von Natur aus kein Problem mit Smalltalk hast und offen auf Menschen zugehst, ist das eine gute Voraussetzung.

 Zuverlässigkeit. Als Steward oder Stewardess zu arbeiten, ist nicht mit einem normalen Studentenjob zu vergleichen. Einfach mal absagen kostet dich hier schnell deinen Job. Schließlich verlässt sich deine ganze Crew auf dich.

 Organisationstalent. Auch wenn es in einem Flugzeug festgelegte Arbeitsabläufe gibt, musst du dennoch in der Lage sein, in stressigen Momenten den Überblick zu bewahren. Gerade auf Langstreckenflügen mit über 300 Menschen an Bord hilft dir der berühmte kühle Kopf.

 Ein gutes Gedächtnis. Der Passagier aus Reihe 35 auf Platz D wollte ein Wasser. Oder war es doch Reihe 25? Das sollte dir lieber nicht regelmäßig passieren. Zeit, dein Gedächtnis mit Sudoku zu trainieren, bleibt dir bei dem Job nämlich nicht mehr.

 Fremdsprachenkenntnisse. Mindestens verhandlungssicheres Englisch ist Voraussetzung für die Einstellung als Flugbegleiter. Ideal ist außerdem auch Spanisch und Französisch.

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Dein Job als Steward/ess – Deine Entscheidung

Falls du dich in den beschriebenen Stärken wiedergefunden hast, ist es nun an der Zeit, darüber nachzudenken, ob der Arbeitsalltag eines Stewards bzw. einer Stewardess zu dir passt. 

Hier sind zuerst die Vorteile der Stellenangebote über den Wolken:

 Kein Job wie jeder andere. Von langweiliger Schreibtischarbeit und stupiden Schichten kannst du dich verabschieden. Zurück an den heimatlichen Schreibtisch kehrst du immer wieder voller neuer Eindrücke zurück.

 Arbeit in einer interessanten Crew und Kontakt mit Menschen aus aller Welt. Als Steward oder Stewardess nimmst du am Leben von Menschen teil, denen du sonst nie begegnen würdest. Das kann man nicht oft von einem Nebenjob behaupten.

 Je nach Arbeitgeber und Fluglinie verdienst du wirklich gut. Jedenfalls so viel, dass du davon auch ohne BAföG und elterliche Finanzspritze deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

 Du siehst die Welt – umsonst. Gerade auf Langstreckenflügen kommst du so viel herum, wie sonst nie wieder.

Hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein.  Tatsächlich gibt es auch bei diesem Job ein paar Nachteile.

  • Der Standort deiner Fluglinie sollte nah bei deinem Heimatort sein. Ansonsten musst du jedes Mal extra anfliegen. Besonders wenn der Standort weit weg ist, geht das in die Zeit. Und das ist bekanntlich Geld.
  • Billigfluglinien wie Ryanair und Eurowings suchen zwar Studenten, allerdings musst du hier wie ein Fuchs darauf achten, nicht ausgenutzt zu werden.
  • Schlafmangel, lange Schichten und unregelmäßige Mahlzeiten gehören zum Berufsalltag.
  • Flugschichten sind nur selten variabel. Ein Studium mit Anwesenheitspflicht ist daher nicht die beste Voraussetzung.

Dich begeistern die Vorteile und mit den weniger einfachen Punkten lässt es sich leben? Dann nichts wie los auf Stellensuche. Dein Ausbildungsplatz zum Begleiter der Lüfte wartet schon.

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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.