Studentenfutter: Warum es so heißt und tatsächlich seinen Namen verdient

Kategorie: Studentenleben

Beim Stichwort Studentenfutter müssen keine langen Erklärungen her: Fast jeder weiß, was es damit auf sich hat. Und fast jeder liebt es. Kein Wunder: Die Mischung aus Fett und Zucker führt dazu, dass die Tüte schneller leer als die Vorlesung vorbei ist. Kann das gesund sein? Tatsächlich gehört Studentenfutter zu den Snacks, die Studenten ohne schlechtes Gewissen genießen können.

Hier erfährst du nicht nur, woher der Name Studentenfutter stammt, sondern auch, was du normalerweise in der Tüte erwarten kannst. Studentenfutter ist allerdings nicht gleich Studentenfutter. Mach dir am besten ein eigenes Bild von den Vorteilen der einzelnen Inhaltsstoffe und such dir die Mischung aus, die am besten zu dir passt. Ob exotisch, klassisch oder luxuriös: Jeder findet die richtige Tüte!

Studentenfutter: Woher kommt der Name?

Studentenfutter ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Dabei handelte es sich zu Beginn um eine Mischung aus Rosinen und Mandeln. Ob „Tutti Frutti“ in der Schweiz oder „Studentenhaber“ im Norddeutschen: Vielerorts war dieser Snack für Studenten bekannt. Allerdings war ein Studium damals noch den bessergestellten Personenkreisen vorbehalten, woher auch der Name „Studentenfutter“ kommt. Rosinen und Mandeln waren für Otto-Normal-Bürger nämlich nicht zu bezahlen.

Unter Studenten herrschte zu dieser Zeit auch der Mythos, dass die Mischung aus Rosinen und Nüssen bei einem Alkoholrausch und Kater helfen würde. Aber auch bei anderen Erkrankungen, die nicht nur Studenten betrafen, wurde die Nussmischung zur Stärkung verabreicht und mit weiteren Gewürzen wie Süßholz sowie Samen versehen.

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Studentenfutter – Das ist drin

Studentenfutter macht besonders eines aus: Die wilde Mischung von Nüssen und Trockenfrüchten. Hier findest du ein paar Merkmale der häufigsten Inhaltsstoffe. Aber auch weitere Zutaten wie Kokoshobel, Samen und sogar dunkle Schokolade sind zu finden. Begib dich am besten auf die Suche nach deiner Lieblingsmischung.

#1 Mandeln – Die Königin der Nüsse

Mandeln nehmen nicht umsonst unter den Nüssen einen besonderen Rang ein: Trotz ihres hohen Fettgehaltes machen sie schlank, gutaussehend und jünger. Klingt übertrieben? Ist es auch! Das Prinzip stimmt aber trotzdem. Je mehr Mandeln im Studentenfutter, desto besser. Also wirf mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe. Wenn Mandeln vorne stehen, haben du und dein Aussehen gewonnen.

#2 Haselnüsse – Ist jetzt schon Weihnachten?

Haselnüsse erinnern die einen an Nutella, die anderen an Weihnachten. Kein Wunder, denn in ungefähr jeder zweiten Praline steckt eine Haselnuss. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um den einzigen gesunden Inhaltsstoff: Eiweiß, Mineralien, B-Vitamine und viel Vitamin A. Das hilft selbst den müdesten Studenten dabei, auf die Beine zu kommen. 

#3 Erdnüsse – Eine gute Wahl?

Erdnüsse sind nicht gerade der nahrhafteste Teil von Studentenfutter. Schließlich enthalten die kleinen Nüsse fast 50% reinen Fettanteil, wovon der größte Teil zudem aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Nicht gerade die beste Wahl. Billiges Studentenfutter besteht deshalb auch zu einem Großteil aus Erdnüssen und Rosinen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht gerade der Schlankmacher.

#4 Cashewnüsse – Je mehr, je besser?

Cashewnüsse kommen direkt aus den Tropen – zusammen mit einer geballten Ladung an Magnesium, Phosphor und Selen. Auch Eisen nimmst du mit Cashewnüssen auf. Studentenfuttermarken mit dieser Zutat sind allerdings nicht billig. Kein Wunder: Die Produktion einer einzigen Cashewnuss verbraucht einiges an Ressourcen. Deswegen lieber selten genießen!

#5 Paranüsse – Ab in die Tropen

Ungesättigte Fettsäuren, viel Eiweiß und lebensnotwendige Vitamine: Die Paranuss ist ein Lebensmittel mit einer sehr hohen Nährstoffdichte. Paranüsse glänzen besonders mit einem hohen Gehalt an Selen, was in der Pflanzenwelt seinesgleichen sucht. Alleine mit zwei Paranüssen deckst du deinen Tagesbedarf an diesem Spurenelement, das einen positiven Einfluss auf die Hormonbildung ausübt.

#6 Rosinen – Ohne geht gar nichts

Hand aufs Herz: Gehörst du auch zu den Studenten, die akribisch zu jeder Nuss eine Rosine sortieren? Und deren Rechnung einfach nie (niemals!) aufgeht? Das ist ganz schön nervig. Umso besser, dass Rosinen durch den hohen Gehalt an Calcium und B-Vitaminen die Nerven beruhigen. Auch Eisen nimmst du durch die getrockneten Weinbeeren auf und stoppst sogar Heißhunger durch die enthaltenen Ballaststoffe. Da geht zur Not also auch die doppelte Portion Rosinen pro Nuss.

#7 Cranberries – Ein bisschen Luxus muss sein

Cranberries sehen so aus wie große Preiselbeeren. Allerdings werden sie eher selten zusammen mit Camembert verzehrt, sondern kommen getrocknet an den Mann, die Frau oder eben den Studenten in Form von Studentenfutter. Das Schlagwort Vitamin C ist mit Cranberries so untrennbar verbunden wie der Student mit der Prokrastination. Es ist also eine gute Wahl, im Herbst oder Frühjahr zu der Luxusversion von Studentenfutter zu greifen.

Ist das wirklich gesund? Fakten rund ums Studentenfutter

Gesund ist relativ. Studentenfutter steckt voller Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Fette. Diese Zusammensetzung spendet Energie und sättigt für einen längeren Zeitraum. Damit ist Studentenfutter allemal die bessere Wahl als Energydrinks oder Schokoriegel aus der Cafeteria. Allerdings ersetzt Studentenfutter durch den hohen Fett- und Zuckeranteil der Rosinen besser keine reguläre Mahlzeit.

Studentenfutter kann außerdem dazu verleiten, ständig zwischendurch Nüsse zu knabbern. Das geht nicht nur auf die Nerven deiner Mitstudenten, sondern auch auf den Magen und die Figur. Deswegen lässt sich schlussfolgern: Studentenfutter ist ein gesunder Snack für ein drohendes Energietief. Vor einer Klausur zum Beispiel. Oder danach. Allerdings solltest du nicht jeden Tag an der Tüte hängen.

 

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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen