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Überleben auf dem Campus- was du als Ersti wissen solltest

  • 07.10.2021

  • Category: Studentenleben

Der erste Tag im Studium, Aufregung pur! Frisch aus der Schule oder dem vergangenen Gap Year beginnt auch im diesjährigen Oktober wieder für zahlreiche Studienanfänger*innen der stolze Schritt in eine völlig unbekannte Welt. Neben einem freudigen Bauchkribbeln bei dem Gedanken an den großen Tag mischt sich jedoch häufig ein bitteres Gefühl der Unsicherheit hinzu, schließlich ist das universitäre Leben für die meisten ein vollständig unbekanntes Terrain. Audimax, Fakultät, Immatrikulation - die lateinischen Fachbegriffe lassen dich plötzlich nur noch Bahnhof verstehen. So etwas gab es in der Schule schließlich auch nicht!

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Und bei dem Gedanken an die eigene Stundenplanerstellung, ein ganzes Gebäude überfüllt mit unbekannten Personen sowie unendlich viele Räume und Hörsäle kann einem dann doch mulmig zumute werden. Die Sorge vor dem anfänglichen Unbekannten kennt wahrscheinlich jede*r Studierende, schließlich haben wir alle einmal angefangen.

Doch keine Sorge, so schlimm ist es schlussendlich gar nicht! Im Folgenden schauen wir uns gemeinsam wichtige Tipps und Kniffe an, mit denen du als Ersti an der Uni optimal durchstartest. Darunter beantworten wir Fragen wie: Wo finde ich schnellstmöglich Anschluss? Wie strukturiere ich mich am besten? Und was genau macht eigentlich ein Tutor? Gehen wir die Checkliste systematisch durch.

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#1 Das Uni-Lexikon

Vokabeln. Jeder kennt sie, nicht alle wiederum lieben sie und doch ist es deutlich leichter, wenn man ihre Bedeutung kennt. Wenn du bereits zu Beginn die Uni-Sprache sprichst, kannst du die Verständigungsprobleme jedenfalls deutlich geringer halten. Im Folgenden haben wir für dich eine Auswahl an Begriffen mit ihren Bedeutungen aufgeführt, die du als Ersti definitiv draufhaben solltest. Und wenn alle anderen in den ersten Tagen auf dem Schlauch stehen, kannst du bereits dein Wissen fließen lassen:

  • Audimax. Als Abkürzung des lateinischen Ausdrucks Auditorium maximum wird unter diesem Begriff der größte Hörsaal einer Hochschule verstanden.
  • Campus. Schulgelände ab heute von gestern- die Gesamtanlage einer Universität wird als Campus bezeichnet.
  • ECTS- Credits. Innerhalb jedes Semesters sammelst du eine bestimmte Anzahl an Leistungspunkten. Diese werden als Arbeitsaufwand für abgeschlossene Module vergeben und zusammengerechnet, sodass du insgesamt für ein Bachelor-Studium eine Anzahl von 180 benötigst. Creditpoints (CP) oder Leistungspunkte (LP) werden hier synonym verwendet.
  • Cum tempore (c.t.). Was wir in der Schule an Pünktlichkeit aufzeigen mussten, ist von nun an als ein wenig entspannter anzusehen. Muss der Professor seine Mittagessen noch beenden, so fängt die Vorlesung oder das Seminar eben erst um eine Viertelstunde verzögert an oder endet um diese Zeit später.  
  • Fakultät. In Uni-Sprache versteht man unter diesem Begriff eine Abteilung mit mehreren Wissenschaftsgebieten, beispielsweise wird von der Fakultät für Geisteswissenschaften gesprochen. Diese sind meist für organisatorischen Aufgaben ihrer Studiengänge zuständig.
  • Immatrikulation. Du hast deinen Bescheid und bist für dein Studium angenommen? Glückwunsch! Die letzte Hürde vor dem Studium ist nun die Immatrikulation, also die Einschreibung an der Hochschule.
  • Matrikelnummer. Der Ausweis auf dem Campus: nach der Immatrikulation erhältst du von deiner Uni eine persönliche Nummer, mit der du im Personenverzeichnis zu identifizieren bist.
  • Tutor*in. Neben Vorlesungen und Seminaren gibt es pro Modul Übungen, oft auch Tutorien genannt, welche von Tutor*innen angeleitet werden. Diese sind als studentische Hilfskraft angestellte Student*innen oder Doktorand*innen.
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#2 Der Stundenplan

Innerhalb zahlreicher Studiengänge ist das Erstellen des eigenen Stundenplans via Computer angesagt- aber so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es eigentlich nicht. In der Orientierungswoche wird dir in Ruhe erklärt, wie du dich für Kurse anmelden kannst und welche Anzahl an Leistungspunkten du pro Semester erbringen solltest. Als weiterer Richtwert kannst du dich am Modul- oder Studienplan auf der Seite deiner Fakultät orientieren. Zudem ist es sinnvoll, dir Tipps von Studierenden in höheren Semestern zu erfragen für einen ersten Eindruck vom Leistungsaufwand der einzelnen Veranstaltungen.

#3 Zeitmanagement

Das A. und O. im Studium stellt die Selbstorganisation dar. Die Zeiten, in denen Mama dir früher zuhause dein Lunchpacket zusammengestellt oder für dich deine Termine geplant hat, sind schweren Herzens endgültig vorbei. Von nun an heißt es Zeitmanagement.

Sofern du ihn nicht bereits besitzt, bietet ein Studienplaner oder geeigneter Kalender ein praktisches Hilfsmittel, um deine Wochen zu strukturieren. Sowohl die Menge an Lernstoff vor Prüfungen als auch deinen Tagesablauf vorab zu planen, wird dir viel Zeit und Ärger sparen. Besonders, wenn du dich dazu entscheidest, einen Nebenjob in einem Unternehmen anzunehmen, solltest du deine Kapazitäten vorher abwiegen, um eine ausreichende Work-Life-Balance aufrechtzuerhalten.

#4 Die neuen Kommilitonen kennenlernen  

Wir kennen es noch von früher aus der Schule- allein in eine neue Klasse zu kommen präsentierte sich häufig als unangenehme Herausforderung, durch die wir alle mussten. Doch die Anspannung legte sich meistens schnell, spätestens in dem Moment, von dem an man jemanden kannte und die Fremden einem plötzlich gar nicht mehr so fremd erschienen.

Genau dafür existiert die Orientierungswoche. Sie findet studiengangintern meist eine Woche vor Beginn des Semesters statt und ist in einen formellen sowie informellen Part unterteilt. Ersterer bietet meistens eine offizielle Begrüßung an, in der weitgehend tote Hose bezüglich des Kennenlernens von anderen herrscht. Doch dies hält nicht lange an- anschließend folgen Campus-Touren, Rallyes in Teams oder ein entspanntes Beisammensein, bei dem sich alle in Ruhe beschnuppern und erste Gespräche führen können.

Party on! Der zweite Teil der Welcome-Week ist meist der Part, in dem die ersten lustigen Erinnerungen erlebt werden können. Es wird gefeiert, gegessen oder durch die Stadt gezogen- und eventuell fließt auch der eine oder andere Tropfen Alkohol.

Nach dieser Woche sind die meisten deines Studiengangs mit Sicherheit gar nicht mehr so fremd und du hast vielleicht bereits eine*n Partner*in, mit der*dem du gemeinsam einen Kurs besuchen kannst. Denn zusammen lebt und studiert es sich bekanntlich leichter!

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#5 Organisation ist alles

Bevor du in dein Studium startest, gibt es einen Berg an Orga-Angelegenheiten zu erledigen. Und damit du dich auf den vermittelten Inhalt in den Veranstaltungen optimal konzentrieren kannst, ist es sinnvoll, sich diesem bereits vorab zu stellen. Außerdem lebt es sich einfach entspannter, wenn du nicht auf den letzten Drücker alles zusammensuchen musst. Hier haben wir essenzielle Fragen für deine Checkliste aufgeführt, welche du dir stellen solltest.

  • Habe ich mich um die Finanzierung meines Studiums und das Zahlen der Semestergebühren gekümmert?
  • Gibt es Vorbereitungskurse für meinen Studiengang, die ich vorab besuchen kann?
  • Wo kann ich meinen Bibliotheksausweis beantragen?
  • Habe ich bereits meinen Studentenausweis?
  • Wo erhalte ich Internetzugang an der Uni?
  • Habe ich bereits ein Konto auf möglichen virtuellen Lernplattformen erstellt?
  • Wenn nicht vorhanden, benötige ich eine Semesterkarte für den ÖPNV für meine Anfahrt?

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